M13: 7. Bad Harzburger Bergmarathon

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Auf dem Foto erkennt man gar nicht, wie schlimm mich das Wetter Samstag früh in Bad HArzburg begrüßte, naja, ok, da war es auch nur Nieselregen bei etwa 8°, nicht schön, aber passt schon. Um Punkt 10 Uhr war dann der Start, bei dem das Nieseln nachgelassen hatte und wir uns dann mit rund 140 Teilnehmern auf den Weg machten, den Berg, der im Hintergrund zu sehen ist zu erklimmen. Typisch Wettkampf, auf dem ersten Kilometer hab ich mich mal wieder von der Menge mitreißen lassen, aber alles im Lot. Die ersten Steigungen waren da schon heftiger.

Ich hab mich wirklich bemüht, aber bereits bei Kilometer 6 musste ich ein kurzes Stück gehen statt laufen, es war einfach zu steil für mich. Kurz darauf setzte dann wieder der Regen ein, diesmal allerdings nicht Niesel- sonder Dauer-Bindfaden-Regen. Rund um den höchsten Punkt des Rennens war es einfach nur nass, neblig, kalt und windig. Ich habe ernsthaft gefroren, immer wenn ein Windstoß meine völlig durchnässte Kleidung erwischt hat. Das war auch er Punkt, an dem ich einfach nur unglaublich genervt war, mir liefen Bäche über die Stirn in die Augen, meine Handgelenke schmerzten vor Kälte, ich konnte kaum was sehen (Brillenträger haben’s da echt nicht leicht) und irgendwo kam immer noch eine Steigung her. Immer wenn ich dachte „da, bei der Kuppe, danach kann’s ja nur wieder runter gehen“, kam aus dem Nichts wieder ein Anstieg her. Kein Wunder, laut runtastic bin ich auf rund 255 Metern über NN gestartet, dann ging es hoch bis auf 627m, irgendwie wollen die ja überwunden werden, teilweise waren es bis zu 80 Höhenmeter auf nur einem Kilometer Strecke.

Beim Abstieg wurde der Regen zumindest weniger, aber bis zum Zieleinlauf hörte er nciht ganz wieder auf. Den Bergab-Lauf habe ich übrigens total unterschätzt, denn auf Schotter-Waldwegen bergab laufen geht ganz schön auf die Gelenke und so ganz ewig schnell kann man auch nicht laufen, will man nicht Gefahr laufen, sich auch noch hinzupacken. Kurz vor Ende musste ich mich dann nochmal aufregen, denn der Weg war unglaublich schmal und furchtbar durchnässt, so dass ich einmal mit Fuß steckenblieb, auch kein schönes Gefühl, bringt einen voll raus. Dann ging es noch zwei drei Stufen herunter, die aber aus völlig aufgeweichtem Matsch bestanden, bringt einen auch aus dem Tritt. Völlig verwirrt hat mich, dass mir einem Mal Läufer entgegen kamen, der 11km-Lauf führte ein kleines Teilstück uns entgegen, auch dafür waren die Waldwege eigentlich zu schmal.

Kurz vor Ende war dann ein kleines Stück asphaltiert und alles fühlte sich schon nach Zieleinlauf an, also zackzack Vollgas gegeben und dann bin ich mit einer Zeit von 2:20:11 als 107. ins Ziel gelaufen. Mit der Zeit bin ich voll und ganz zufrieden, immerhin bin ich meinem Nemisis „Berglaufen“ begegnet und es waren auch etwas mehr als 22km, nicht nur 21,1, die Strecke und meine Daten dazu könnt ihr bei runtastic sehen. Spaß hat’s auch gemacht, trotz Regen, trotz Kälte und trotz Matsch. Die Läufer sahen teilweise aus, das war unglaublich, mein Laufstil ist ja sehr ressourcensparend und meine Beine fliegen deshalb nicht nicht so hoch, daher war ich nur wenig eingesaut. Ein bisschen unglücklich fand ich auch, dass im Ziel auf recht langem Gras eingelaufen wurde, das war natürlich vom Regen unglaublich rutschig und es legten sich reihenweise Läufer beim Zieleinlauf lang. Lieber Veranstalter: ein Gummimatten und kürzeres Gras wirken das Wunder! Im Ziel habe ich mir dann ein schönes Erdinger alkoholfrei gegönnt und versucht mich aus meinen klatschnassen Sachen zu schälen, war gar nicht so einfach war mit einer Badewannenfüllung Wasser in den Klamotten.

Wie zum Hohn wurde nachmittags das Wetter immer besser und wärmer. Heute morgen begrüßte mich dann diese Aussicht nach dem Aufstehen, strahlender Sonnenschein und 15°, danke Wettergott, hast mich ja klasse verarscht.

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War trotzdem ein schöner Ausflug in den Harz und für mich hervorragendes Training. Jetzt werde ich noch ein bisschen Gas geben müssen, damit der 200km-Mai voll wird, dann gibt’s den 30km Lauf am 2. Juni und dann zwei bis drei Wochen Erholung, Superkompensation und Ausgleichssport. Ich habe auch schon eine Idee für den Juli, vermutlich werde ich da nochmal richtig ranklotzen!

Stand 200km-Mai: 104 / 200km

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