M13: Bremen läuft…

… für Bremen und die Welt hieß es heute auf dem Marktplatz. Ich hatte in der Firma von diesem Spendenlauf erfahren und mich so auch angemeldet. Zunächst hieß allerdings „Bremen steht sich die Beine in den Bauch“, denn zwischen dem Staffellauf 5x600m, den unser Firmenteam einfach mal grandios gewonnen hat (ohne mich, bin Langstreckenläufer, kein Sprinter) und dem Einzellauf, an dem ich teilnehmen wollte, lagen eineinhalb Stunden. Zugegeben, bei dem schönen Wetter war das keine Strafe, Sonnenschein und 22°, was will man denn mehr?

Um 13.30 startete dann der Einzellauf mit rund 200 Teilnehmern. Und wie der startete, denn ich hab mich vorne im Feld einsortiert damit es nicht so eng wird und bin natürlich in bester Wattkampf-Manier erstmal viel zu schnell losgelaufen. Übder die ersten Kilometer habe ich noch versucht, mein Tempo zu drosseln, aber das klappte eher so semi-gut, ich wurde nämlich noch schneller… In meinem Kopf bin ich dann durchgegangen, was ich aus diesem Lauf machen könnte, ursprünglich hatte ich mir vorgenommen, einfach so lange zu laufen, bis die Streckenposten mich verscheuchen, weil sie Feierabend haben wollen, jetzt entglitt mir das ein wenig Richtung Tempotraining. Ich habe mich dann dazu entschlossen, erstmal einfach zu laufen, ohne zu denken, vielleicht regelt sich das ja alles von allein.

Nach ein paar Runden kam ich auch tatsächlich ganz gut mir dem Tempo zurecht, ich konnte mich etwas langsamer einpegeln, zwar immer noch schneller als Zielzeit, aber nun ja, passt schon. Nach und nach wurde die Strecke dann immer leerer und leerer und als runtastic mir verkündete, dass ich bereits 15km unterwegs sei, war ich sehr zufrieden mit mir, das war schon 2006 so, im Wettkampf sind mit einem Mal ungeahnte Kräfte da und man ist viel schneller und ausdauernder unterwegs als im Training. Bei Kilometer 18 habe ich dann beschlossen, dass ich den Halbmarathon dann noch vollmachen will, der Rundenzähler, der mir nach jeder Runde ein Gumiband gab, deutete dann an, dass die Verlosung beginnnen würde und das die letzte Runde sei. Ich hab protestiert und ich durfte weiterlaufen und so hatte ich am Ende 34 Gummibänder am Wolle-Petry-Gedächtnis-Unterarm und bis einen Halbmarathon (minimal mehr sogar: 21,5km) in 1:55:14 gelaufen, was einem Tempo von 5:22 min/km entspricht, alter Schawutzki.

Sehr cool war, dass Robson und meine Eltern den ganzen Lauf über im Zielbereich standen und mich angefeuert haben, danke dafür, hat Spaß gemacht mit euch! So, jetzt bin ich geduscht, hab Hunger und will ein Eis. Morgen mit dem Rad zur Arbeit? Ich hoffe doch, aber mal sehen, was meine Beine und mein Heuschnupfen dazu sagen, nä?

Nachtrag:
Start:
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Zum letzten mal Richtung Ziellinie:
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Endlich angekommen:
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Ach ja und:
Stand 200km-Mai: 55 / 200km

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