M13: Hör auf deinen Körper, Heavy!

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen am Freitag noch eine lange Trainingseinheit zu schieben, um dann Samstag oder Sonntag eine kleine Einheit nachzulegen. Als ich Freitag also nach Hause kam, bin ich sofort in die Laufklamotte gehüpft und machte mich gedanklich bereit, mindestens 15, besser 20km abzureissen. Mit einem Mal zwickte meine rechte Wade, nicht schlimm oder bedrohlich, aber ich hab mich nochmal hingesetzt, um mir das anzuschauen, noch schnell was trinken, so schlimm wird’s nicht sein, gleich geht’s los. Da höre ich recht leise, aber schon deutlich, wie es draußen donnert. Mein Blick aus dem Fenster verriet mir: jap, es regnet auch. Also fing ich an zu grübeln: hab ich jetzt Lust bei Regen los? Da es recht warm ist, will ich ohne Jacke laufen, ist das Handy genug vorm Wasser geschützt in der Armschlaufe? Und wie ich so überlege, erhellt ein Blitz mit einem Mal so dermaßen mein gesamtes Wohnzimmer, dass ich mich entschließe, den Abend lieber auf dem Sofa zu verbringen.

Die Entscheidung war richtig so, denn ich schlafe mehr oder weniger sofort ein und schlummere erstmal ein Stündchen. Danach lasse ich mich beim Essen noch ein wenig vom Fernseher berieseln, bis ich dann für mehr als 15 Stunden in einen tiefen Schlaf falle. War wohl nötig und war wohl ganz gut, dass ich nicht mehr laufen war. Wie auch immer. Durch mein spätes Aufstehen, ist aber auch Samstag kein Training mehr drin, also bin ich dann heute los. Für Sonntag war ja auch Sonnenschein und 18° angesagt, also passt das doch.

Der Blick nach draußen am heutigen Morgen war ernüchternd: graue, dichte Wolkendecke. Komisch. Egal, rein in die Laufklamotte, aber Halt Stop! Nach einem Blick aufs Thermometer hab ich die lange gegen eine kurze Laufhose getauscht, 15° sollen das sein, sieht genauso aus, wie bei 3° draußen… Die Entscheidung war aber super, das Sommer-Outfit war genau richtig, auch wenn ich zwischendurch an meinem Temperaturempfinden gezweifelt habe, wenn mir Radfahrer mit Winterjacke, Schal, Mütze und Handschuhen begegnet sind. Ich hab mir eingeredet, die seien komisch, nicht. Die Wahrheit liegt wohl wie so oft dazwischen.

Heute mal wieder mit Karte:
19km

Irgendwie verschätzt man sich ja doch gewaltig mit Entfernungen, ich dachte, wenn ich über Sagehorn nach Oyten laufe, muss ich auf dem Rückweg schon ein wenig nach Abkürzungen suchen, damit es nicht mehr als 20km werden. Tatsächlich hätte ich es wohl auch in 14km schaffen können, wenn ich nicht noch einen Schlenker in Osterholz eingebaut hätte. Am Ende waren es dann ziemlich genau 19km, eigentlich wollte ich die 20 noch vollmachen, aber notdürftig Strecke-verlängern, wenn man schon fast daheim ist, klappt halt ehr schlecht, so kopfmäßig, nä?

Dafür war ich mit dem Training super zufrieden, ziemlich konstantes Tempo bei 6:25 min/km, Puls hab ich fast durchgehend im aeroben Bereich halten können, alles bestens. Und klar, meine Beine sind jetzt schwer, aber ich fühl mich echt gut und hoffe, diese Strecken jetzt einigermaßen regelmäßig laufen zu können. Kostet zwar viel Zeit, hilft aber. Dafür brauche ich unbedingt noch Hörbuch-Material, bin für Tips und Empfehlungen jederzeit offen.

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