M13: MdFzA, sich richtig BÄM

Es ist 5 Uhr und stockfinster als mein Handy klingelt. Leicht verwirrt aber erstaunlich ausgeruht komme ich aus dem Bett, mein erster Gang führt ins Bad, dort höre ich meinen Backup-Wecker um 5:01 Uhr klingeln. In meinem Kopf rasen die Gedanken: „Bettchen, Laufen, Bettchen, Laufen, noch eineinhalb Stunden ratzen, Halbmarathon abreißen?“ Nachdem ich mich einmal geschüttelt habe und realisiert habe, dass ich ja bereits aus den Federn gekrochen bin und stehe, entscheide ich mich, dass es ja Quatsch wäre, jetzt zurück zu kriechen und klein bei zu geben. Also bin ab in die Küche und habe 80g Maltodextrin, 15g Fructose/Dextrose mit Salzen angerührt, was ich dann bis zum loslaufen getrunken habe. Laufsachen an, Stirnlampe auf die Kappe und ab geht’s: um 5:24 Uhr steh ich auf der Straße.

Es war heute früh dankbarerweise nicht allzu kalt, etwa 12° als ich losgelaufen bin, meine Kleidung hatte ich auch genau richtig gewählt. Die ersten Kilometer waren sehr merkwürdig, trotz der frühen Uhrzeit war schon ein wenig Verkehr unterwegs und ich musste an mehreren Ampeln halten, habe es aber geschafft, nicht zu sehr aus dem Rhythmus zu kommen. Von vornherein habe ich mein Tempo ungefähr bei Wettkampfgeschwindigkeit angesiedelt, das hat auch super geklappt, ich habe für keinen einzigen Kilometer länger als 6 min gebraucht. Die Brücken und Tunnel in Sebaldsbrück haben zwar meinem Puls, aber nicht meiner Geschwindigkeit zugesetzt, alles lief super!
Am Osterdeich wurde es dann ganz langsam hell, ich traf mehr und mehr andere Läufer und zweimal kam ein ganz kurzer Nieselschauer auf, sehr erfrischend. Ich konnte durchgehend mein Tempo konstant halten und der fiese Berg am Neustädter Hafen nach fast 19km war auch nur halb so schlimm. Und so bin ich nach 21,14km und genau 2:00:18 Stunden auf dem Firmenparkplatz angekommen. Durchschnittliche Pace: 5:41 min/km. BÄM, so richtig BÄM!

Und was noch viel besser ist: mir ging’s den Tag über super! Klar, ich habe ein bisschen die Anstrengung in den Beinen gemerkt, aber keinen Muskelkater oder gar Krämpfe! Ich hab’s sogar durchgezogen auch heute komplett auf den Fahrstuhl zu verzichten und alle Wege zu Fuß zu erledigen. Kinners: Ich bin zufrieden!

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