M13: Wintereinbruch? Gibt’s nicht!

Nachdem ich gestern abend zu lange Fahrräder angegafft habe, war es zu spät um noch laufen zu gehen, jedenfalls hab ich das so beschlosen. Heute morgen weckte mich mein Handy mit dem Hinweis, draußen wären -2° und dieses Minuszeichen war kein Schmutz auf dem Display, das war ernst gemeint. Also hab ich den Zwiebel-Look ausgepackt: Radhose, Lauftight (bester… Kauf… ever…), Funktionsshirt, wärmende Jacke, windabweisende Jacke. Und auf geht’s… und gleich nochmal zurück, denn ohne Handschuhe, ohne mich!

Meine Bedenken, es könnte mir kalt werden, waren unbegründet: mein Outfit erwies sich als perfekt: Kein Wind kam an den Körper, Kleidung blieb trotz schwitzen erstaunlich trocken und angenehm. Zuerst habe ich die kleine 10km-Fahrt zu meinen Eltern eingeschlagen, von dort aus dann Richtung Innenstadt. Die Wege verliefen besser als gedacht, klar ein paar Ampeln waren da und dem ein oder anderen Schlagloch musste ich ausweichen, aber im großen und ganzen ging’s eigentlich, auch von der „Holprigkeit“ der Wege, denn auf nem Rennrad ist Kopfsteinpflaster schon echt fies. In Woltmershausen wollte ich den armen Kollegen, die heute arbeiten mussten eigentlich Kuchen mitbringen, aber eine telefonische Nachfrage ergab: die waren in Rekordzeit fertig geworden, Kuchen lohne nicht mehr. So habe ich ich nur kurz in der Firma vorbeigeschaut, einmal Hallo gesagt und mich recht bald wieder auf den Rückweg gemacht, denn ich wollte mal sehen, ob es einen sinnvollen Weg von dort zu mir gibt, bei dem ich nicht alle 300m an einer Ampel stehe oder auf Hauptverkehrsstraßen fahren muss.

Und in der Tat: auch das hat erstaunlich gut geklappt. Auf den rund 22km sind vielleicht 8 Ampeln, von denen ein oder zwei nicht ins Gewicht fallen, zwischendurch sind lange Strecken ohne Hindernis. Zudem war vielleicht zusammengenommen ein Kilometer schlecht befahrbar, also Kopfsteinpflaster oder ähnliche Holperstrecken, der Rest ist ziemlich glatt. Nur die Steigungen hab ich unterschätzt, sind doch einige Brücken und Tunnel auf der Strecke. Trotzdem sollte die Fahrt in einer Stunde zu erledigen sein, ich müsste zwar immer noch deutlich früher los, aber machbar ist das. Mal sehen, ob ich das nächstes Jahr einführe, wenn gutes Wetter ist, bei Regen hab ich jedenfalls keine Lust zu.

Zurück zu heute: am Ende bin ich 52km gefahren, reine Fahrzeit waren etwas unter zweieinhalb Stunden, also knapp 21km/h im Schnitt. Nicht großartig, aber völlig ok, wenn man bedenkt, dass ich in der Stadt gefahren bin, auf dem Deich hatte ich auch nur nen 23er Schnitt.

Erkenntnis:
Ist doch alles nicht so schlimm! Nicht sorgen, machen!

Morgen wieder laufen, oh ja!

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