70.3: Passiert da auch was?

Ja, da kündigt der Heavy ganz vollmundig ein neues Projekt an, berichtet stolz von einer Woche Radfahren und dann ist Ruhe. Was da los ist, frag ich mich selbst! Zugegeben, ich war faul, allerding noch deutlich schreibfauler als trainingsfaul. Zwar sind auch nur zweimal Radfahren, drei Läufe und 4 Kraft-Ausdauer-Einheiten im Fitnessstudio dabei rumgekommen, aber immerhin mehr, als bei der Stille im Blog zu erwarten wäre.

Um mich selbst wieder ein bisschen mehr anzutreiben, werde ich künftig wieder etwas mehr schreiben, denn da merke ich immer recht schnell, wenn mein Trainingspensum wieder einbricht. Um zumindest mein Laufpensum einigermaßen abzustecken, habe ich mir vorgenommen in den nächsten zehn Wochen, also bis Ende Januar, jede Woche einen Lauf von mindestens 20km zu absolvieren. Fahrradtraining wird nicht viel dabei sein, vielleicht ein bisschen nach Lust und Laune im Studio oder bei gutem Wetter auf dem Deich. Schwimmen ist nach wie vor ein Problem, ich schaffe es nicht so recht, mich vernünftig aufzuraffen, schon gar nicht allein. Mal sehen, wie ich das angehe.

Ich habe mich jetzt schon mal ein wenig mit dem Abschluss des Projekts 70.3 befasst, denn am Ende wird natürlich ein Wettkampf stehen, genauer gesagt ein Mitteldistanz-Triathlon, also 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und ein Halbmarathon. Wenn ich jetzt so ganz grob überschlage, käme ich auf etwa 5:45 Stunden, also setze ich mir mal 5:30 als Zielzeit, das dürfte irgendwo zwischen realistisch und ambitioniert liegen, vielleicht korrigiere ich das aber nochmal.
Jetzt stellt sich ja aber die Frage: Wo und wann nehme ich am Wettkampf teil? Ich hab mal ein paar Möglichkeiten zusammengetragen. Gerne höre ich dazu Input von euch, denn ich würde mich natürlich wahnsinnig freuen, euch wieder an der Strecke zu sehen.

Mögliche Wettkämpfe, an denen ich gerne teilnehmen würde:
Ironman 70.3 Wiesbaden, 10. August 2014

Pro: Riesen-Event, Europameisterschaft
Contra: Sehr weite Anreise, Datum*

Nordseeman Wilhelmshaven, 10. August 2014

Pro: „Günstig“, kurze Anreise
Contra: Kleines Event, Datum*

Cologne226 Half (Köln), 7. September

Pro: Mehr Zeit zur Vorbereitung, Großes Event
Contra: Recht weite Anreise

Ironman 70.3 Rügen, 14. September 2014

Pro: Mehr Zeit zur Vorbereitung
Neutral: Neues Event, vermutlich aber recht groß
Contra: Recht weite Anreise

* – Am 10. August findet auch der City-Triathlon Bremen statt, bei dem ich gerne die olympische Distanz als Vorbereitung mitmachen würde.

Wettkämpfe, die ich mir nochmal genauer ansehen muss:
BERLIN TRIATHLON XL – 3. August
Half ICAN Nordhausen – 24. August

Wettkämpfe, die zu 99% nicht in Frage kommen:
Challenge Half Kraichgau – zu früh (15 Juni)
Ironman 70.3 Berlin – recht früh (20. Juli)
Green Hell Triathlon – Weite Anreise, heftige Radstrecke, unkonventionelle Distanz, aber eigentlich reizvoll
Challenge Half Mallorca – recht spät (18 Oktober), weite, komplizierte Anreise

70.3: Erstmal ein bisschen Radfahren

Willkommen zum Nachfolger von Projekt M13. Ich habe mir vorgenommen, nach dem Marathon nicht gleich wieder mit Sport aufzuhören, wie es mir ja schon einmal passiert ist, sondern dran zu bleiben und mich weiter zu fordern. Daraus ist die Idee zu Projekt 70.3 entstanden, was genau das bedeutet, werde ich im nächsten Eintrag erläutern, denn hier geht es erstmal um die ersten Trainingseinheiten für 70.3, die nämlich bereits absolviert sind.

Genau eine Woche nach dem Marathon bin ich mit Robson in einen Flieger gen Mallorca gestiegen, um eine Woche Radurlaub dort zu verleben. Also habe ich mir die Nacht schön mit dem Ironman Hawaii um die Ohren geschlagen (war übrigens super interessant) und bereits um 9 Uhr begrüßte uns Mallorca mit 25° und Sonnenschein. Richtig schön, immerhin hab ich auch schön länger nicht mehr richtig Urlaub gemacht gemacht, da machen Palmen direkt was her! Kurzer Bustransfer ins Hotel, schnell einchecken und dann sind wir direkt in den Radshop, der direkt ans Hotel angeschlossen liegt. Wir wurden sehr nett empfangen und nahmen unsere (wirklich guten) Räder und unser Begrüßungspaket entgegen. Die Räder konnten wir dann direkt im Keller des Hotels anschließen, das übrigens direkt am Strand gelegen und frisch renoviert ist. Unser Blick vom Balkon ging über den Pool hinweg direkt aufs Meer, ziemlich nice!

Auspacken, kurz ausruhen, Sachen zurechtlegen und was macht man dann? Klar, der ein oder andere wäre jetzt an den Pool oder den Strand gegangen, wir sind aber auf die Räder gehüpft, um diese ein wenig kennen zu lernen und schon mal ein klein wenig einzurollen. Ich sitze kaum richtig im Sattel, da blinkt mir der kleine Rad-Tacho an Lenker entgegen: 27…29..31… km/h! Ja, sag mal, ist der denn richtig eingestellt? runtastic hat uns später verraten, der ist tatsächlich richtig eingestellt! Es ist halt doch etwas anderes auf einer modernen Carbon-Schüssel als auf meinem alten Stahl-Koloss. Unsere kleine Tour zeigte jedenfalls schon mal, dass die Gegend wirklich ganz schön ist. Unser Hotel lag in Ca‘ Picafort, wir sind ein kleines bisschen nach Norden nach Port d’Alcudia geradelt. Es wurde dann auch nur eine kleine Runde, etwa 29km, aber da wurde auf jeden Fall der Wunsch im Körper groß, ordentlich Rad zu fahren.
Am Abend wurden dann alle Radgäste begrüßt und die Tourenleiter vorgestellt, ich war mir irgendwie unsicher, denn ich wollte mich zwar fordern, aber auch nicht überfordern und möglicherweise als Volltrottel da stehen, der sich übernommen hat.

Am Montagmorgen startete dann also die erste Tour, alle Gruppen versammelten sich vor dem Radshop und der Guide der schnellsten Gruppe schraubte nochmal die Geschwindigkeitsangaben etwas nach unten, also ich spontan in diese Gruppe gewechselt, Rob wollte in der Hobbygruppe mitfahren. Nachdem die Gruppen etwas getrennt waren, gab es dann nochmal eine ganz kurze Einweisung: es wird Zweierreihe gefahren, wir bleiben zusammen, Zeichen werden durchgereicht und so was halt. Dann ging’s ab aufs Rad und keine 4km weiter überholten wir auch schon Rob’s Gruppe, die am Straßenrand stand und offensichtlich einen Unfall hatte. Ich hatte das in dem Moment nicht richtig gesehen, tatsächlich war Rob sogar darin verwickelt, ihm ist aber aber (nahezu) nichts passiert, eine andere aus der Gruppe hatte es aber völlig zerlegt: Krankenhaus, Operation kompliziert und besser in Deutschland machbar, Rückflug. All das erfuhr ich aber erst später bei der Mittagspause, wo wir die Gruppe dann noch kurz trafen. Das Fahren war in der Gruppe zügig, aber angenehm, da ich viel im Windschatten lutschen konnte, nur an Steigungen kam ich ganz schön an meine Grenzen. Auf jeden Fall hat es schon mal wahnsinnig Spaß gemacht und so war das alkoholfreie Erdinger beim Einkehren in einem Cafe direkt am Strand dann auch wirklich verdient. Übersicht Montag:
malle_1

Am Dienstag wachte ich morgen mit den Überresten meiner Erkältung, die ich mir nach dem Marathon zugezogen habe, auf. Ich hustete, meine Bronchien waren belegt, mir ging es ganz schön beschissen. Nach dem Frühstück legte sich das zum Glück, aber irgendwie war ich mir unsicher, ob ich so die Anstiege auf der hetigen Tour schaffen würde, also bin ich lieber in Rob’s Gruppe gewechselt. Dort war die Stimmung trotz Unfall am Vortag hervorragend, die Leute waren alle super nett (zum Teil waren die Teilnehmer in der ambitionierten Gruppe doch etwas verbissen und verkniffen) und soooo sonderlich viel langsamer waren wir hier auch nicht unterwegs, also alles tutti. Vormittags war es noch etwas windig, aber dann wurde das Wetter auch wieder absolut traumhaft. Hier zog sich das Feld an Anstiegen aber deutlich mehr auseinander und so wurde immer am Gipfel von jedem Hügel gewartet, bis wieder alle beisammen waren, das wurde auch immer wieder betont: jeder fährt seinen Stiefel und es wird keiner zurückgelassen. Anstiege habe aber den ganz großen Bonus, dass es irgendwann auch wieder runter geht, hier haben wir das Waschbrett kennengelernt, eine Strecke der ziemlich asphaltiert ist und über 10km mit kleinen Wellen bergab führt. Es hieß hier: freies Fahren, also habe ich mich klein gemacht, so aero wie eben möglich und hab getreten was die Beine hergaben. Zusammen mit einem anderen bin ich dann diese Strecke hinuntergebügelt, immer im Wechsel der Reihenfolge, um den Windschatten schön zu nutzen. Meine Güte, hat das Laune gemacht. Als Abschluss der Tour sind wir dann wieder am Strand eingekehrt, ich habe aber nach einem schnellen Erdinger einen Abflug gemacht, hab die Rad- gegen Laufschuhe getauscht und bin noch eine kleine Runde laufen gegangen. Waren am Ende dann nur ganz gemütlich 5km, denn es wurde ganz schön sonnig und heiß, aber die andere Bewegung in den Beinen war schon ganz gut. Übersicht Dienstag:
malle_2

So ganz richtig frei waren meine Atemwege auch am Mittwochmorgen nicht und da es mir ohnehin ziemlich gut gefallen hatte, bin ich wieder mit Rob in Willi’s Gruppe gefahren, denn hier dürfte es bereits hügelig genug werden. Kurz vor Mittag sind wir am Rande des Örtchens Petra einen kleinen Anstieg hoch, den Rob mit drei anderen als Anlass sah, lieber den Marktplatz von Petra auszusuchen und dort auf uns zu warten. Der Rest hat sich dann auf die rund 3km lange Strecke zur Wallfahrtskirche Bonany gemacht, die natürlich oben auf einem Berg gebaut wurde. Der Anstieg war echt heftsch, zweimal habe ich echt gedacht: „OK, wenn nach dieser Kurve kein Ende in Sicht ist, steig ich ab!“ Am Ende bin ich aber in einem Rutsch hoch und habe das Wasser aus dem Brunnen sehr genossen, der die Sonne brannte wirklich erbarmungslos herunter. Die Mittagspause in Petra war danach mehr als verdient. AUf dem Rückweg haben wir noch eine Radrennbahn besucht, aber den Berg und die vergangen Tage steckten in den Beinen, sodass keine Leistung mehr rauszuholen war. Lustig war es dennoch, einmal auf so einer Bahn zu fahren. Übersicht Mittwoch:
malle_3

Der Donnerstag war dann der Ruhetag, den Rob und ich lieber am Strand als auf dem Rad verbrachten. Das herrliche Wetter lud sogar zu zwei kleinen Sprüngen ins Meer ein, das Wasser war nach kurzer Eingewöhnung schon echt angenehm. Eigentlich wollte ich noch ein kleines Triathlon-Programm einlegen, aslo Schwimmen, radeln und laufen am Stück, aber es war so warm und ich war ganz schön geschafft, außerdem wartete ja bereits die Königsetappe auf uns.

Freitag begann unsere Tour bereits eine halbe Stunde früher als üblich los, denn es sollte mal richtig in die Berge gehen.Bis zur ersten Mittagspause sind wir einigermaßen flach an die Berge im Norden der Insel herangefahren und haben dann im Örtchen Bunyola auf knapp 200m Höhe kurz Pause gemacht, denn danach kam ein langgezogener Anstieg zum Coll d’Honor mit seinen 550 Metern über NN. Hier war es nicht ganz so steil wie nach Bonany hoch, aber Kilometerum Kilometer immer ein paar Prozent Steigung zu radeln ist schon echt hart. Danach ging es durch enge Serpentinen ein bisschen auf und ab nach Orient und kurz dahinter hieß es wieder „freie Fahrt“, was ich erneut voll auskostete. Diese Strecke war allerdings deutlich kurviger und damit nicht ganz so schnell, aber es ging auch nur bergab. War auf jeden Fall ein Riesenspaß. Nach einer zweiten Mittagspause in Biniamar traten wir dann den Rückweg an, auf dem wir dank dem herrlichen Rückenwind nochmal ordentlich Tempo gemacht haben, das Bier am Abend schmeckte natürlich wieder herrlich! Übersicht Freitag:
malle_4

„Locker ausrollen ist was anderes!“ hörte ich immer wieder als Kommentar zur Strecke am Samstag. Sonderlich kürzer war die Strecke tatsächlich nicht, aber ich fand das schon ok so, schließlich bin ich ja zum Fahrradfahren da. Schade war allerdings, dass die Tour hauptsächlich entlang von stärker befahrenen Schnellstraßen verlief. Der Berg auf dem Weg nach Artà war dann noch ein letztes mal eine Herausforderung bis es am Nachmittag dann zum Putzen der Räder ging, natürlich erst nach einem Bier, ist doch klar! Leicht wehmütig haben wir dann also die Räder abgegeben und ich bin wenigstens noch einmal in den Hotelpool gehüpft, aber damit war der sportliche Teil unserer Reise endgültig beendet. Danach gab es nur noch nette Gespräche bei reichlich Getränken! Übersicht Samstag:
malle_5

Der Rückflugtag war dann ganz entspannt und es hat alles so super geklappt wie auch an allen Tagen zuvor. Insgesamt eine wirklich schöne Reise und ich bin absolut angefixt, ich könnt mich glatt daran gewöhnen so etwas jedes Jahr zu machen! Etwas mehr Laufen hatte ich mir eigentlich vorgenommen, aber passt schon, das kann ich auch hier nachholen, denn jetzt geht’s weiter mit Projekt 70.3, diese Woche war quasi der Auftakt.

M13: Oberschenkel strapazieren im Oberharz

Öfter mal angedacht, jetzt endlich spontan durchgeführt: Robson und ich haben uns auf den Weg in den Harz gemacht, um ein wenig die Räder am Berg zu testen. Oder die eigenen Fähigkeiten. Oder das Fehlen eben solcher. Der Weg ist natürlich ganz schön weit, „nur“ um mal eben ein bisschen Rad zu fahren, aber ganz ehrlich: das hat sich richtig gelohnt. Zunächst ging es nach Altenau, wo wir die Räder vom Auto geschnallt und uns in die Radklamotte geworfen haben. Danach ging’s los.

Vom Glockenberg in Altenau runter in den Ort, unten sind es etwa 460 Höhenmeter über NN, locker 50m tiefer als der Glockenberg, da gab es also zur Einstimmung schon mal einen nette Runde Berg-runterrollen für Anfänger. Dann über die Landstraße in Richtung Torfhaus in rund 810m Höhe. Bereits die ersten Ansätze von Steigung haben volles Rohr reingeknallt, meine Güte, am Berg bin ich echt ne Niete. Immerhin habe ich mich durchgerungen, die Strecke komplett zu radeln, auch wenn ich auf knapp 11km drei Pausen einlegen musste, Robson hatte da weniger Puste und hat einige Passagen das Rad neben sich schieben müssen. Kurz vor Ende der Tortur gab es dann die erste Belohnung, ein langgezogenes Bergab-Stück, herrlich! Oben dann die zweite Belohnung, die freie Sicht auf den Brocken… ach ne, der war in einer Wolke versteckt…

IMG_20130924_132855

Bis hierhin habe ich mich echt gequält, ich muss zugeben, dass ich die Steigung zwar hart, aber nicht so hart eingeschätzt hatte. runtastic hat eine durchschnittliche Steigung von 7% errechnet, maximal sollen es 17% gewesen sein, dabei sind wir insgesamt 423 Höhenmeter aufwärts gefahren, nur 130 bergab. Zu der Zeit, die runtastic da anzeigt kommen noch 22min Pausen.

Screenshot_2013-09-24-13-19-19

Nach einer kurzen Verschnaufpause haben wir dann den weiteren Weg angetreten. Von Torfhaus in Richtung Braunlage zum Oderteich, dann über Sonnenberg zurück nach Altenau. Zunächst ging hier die Strecke mal leicht rauf, mal leicht runter, alles im Rahmen von vielleicht so 100 Höhenmetern. Nach zwei drei netten kleinen Abfahrten kam dann eine lang gezogene Steigung, laut Karte sollen das nur 50m sein, die es hoch ging, aber es war echt steil und es zog sich wie Gummi. An der erlösenden Bergkuppe habe ich dann erstmal auf einem Baumstumpf Rast gemacht und auf Rob gewartet, der hier wieder den Schiebemann einlegen musste. Ich geb ja zu, ich war auch kurz davor abzusteigen, aber mein Ehrgeiz kam durch und hat mich in die Pedale treten lassen. Die Belohnung lag aber direkt hinter der Bergkuppe: Die aalglatte Straße verliert auf 3km Länge über 200 Höhenmeter. Rollen lassen, den Fahrtwind genießen, einfach herrlich. Ich habe dabei nochmal deutlich den technischen Unterschied unserer Räder gemerkt, denn Rob sauste bergab mit seiner Carbon-Schüssel regelrecht an mir vorbei, währen ich bei höherem Tempo hauptsächlich gegen Reibungswiderstände treten musste. Das letzte Stück führte dann über die Landstraße durch den Wald nach Altenau, hauptsächlich bergab, alles recht locker.

Zurück am Auto haben wir uns dann kurz beraten, wie und ob wir weitermachen wollten. Die Entscheidung fiel auf lockeres ausrollen im Ort und einkehren. So sind dann nochmal etwas mehr als 10km gemütlich ins Okertal und eine Stärkung in Form von Currywurst/Pommes zusammengekommen. Das letzte Stück im Ort konnten und wollten wir dann aber beide nicht mehr strampeln und haben die Räder über die abkürzende Treppe nach oben auf den Berg bugsiert.

Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug, ziemlich anstrengend, aber auf jeden Fall wiederholungsbedürftig. Für Mallorca steht nach dieser Tour aber wohl fest, dass wir dort getrennte Wege gehen, auch wenn ich mir gar nicht so viel mehr zutraue als er, unser Leistungsniveau geht halt schon etwas auseinander, gerade am Berg. Wir werden sehen, wie’s läuft, vor allem, ob ich nach dem Marathon überhaupt anständig Fahrrad fahren kann. Bis dahin ist ja aber noch etwas hin. Ich mach jetzt erstmal wieder eine künstlerische Pause bin zum Wochenende und lege dann eine kleine Laufeinheit ein.

M13: MdRzA Koppeltraining

Ich konnte nach meinem Lauf gestern gut schlafen und war heute schon früh wach, sogar ein paar Minuten vor meinem frühen „Fahrrad-Wecker“. Also hab ich mich aufs Radel geschwungen und die kalte Morgenluft genossen. Ziemlich blöde Situation eigentlich gerade, morgens ist es doch ziemlich kalt, abends mit dem Sonnenschein ganz schön warm. Ich bin gemütlich gefahren heute, wollte mich nicht abkämpfen, das Wochenende war hart genug.
Auf dem Rückweg, der sich anfangs echt schwierig mit all dem Wind gestaltete, kam mir aber eine Idee: Koppeltraining! Also zuhause nur schnell das Rad in den Keller geschoben, Hose und Schuhe getauscht und schnell wieder raus zum Laufen. Ich wollte bewusst nur eine kleine Runde laufen, die Vorbelastung war groß genug, so sind es dann 5km mit 5:30 min/km Pace geworden. Über die Distanz hinweg habe ich die Geschwindigkeit sogar leicht steigern können, alles tutti. Schön war’s, anstrengend war’s auch. Jetzt ein bisschen Ruhe, noch eine Schwimm- und eine Laufeinheit, dann geht’s Sonntag rund. Ich will deutlich unter 2 Stunden bleiben, 1:50 wär ein Träumchen…

M13: Da fehlt doch was…

… und zwar Blogeinträge! Erst erzähl ich hier davon, dass ich jetzt richtig Gas geben will, mindestens 5 Einheiten die Woche und dann? 2 Wochen kein Blogeintrag, was is da denn los?

Die Kurzfassung ist: Trainingsunfall führt zu Trainingsausfall! Die Langfassung ist eigentlich gar nicht so lang: Vergangenen Dienstag bin ich MdRzA und wollte auf dem Rückweg eine längere Tour machen, über Dammsiel den großen Bogen nach Lilienthal, je nach Verfassung evtl noch Fischerhude, wären zwischen 50 und 75km geworden, je nach Strecke. Bei Kilometer 35 musste ich für ein Stück vom Radweg auf die Landstraße wechseln, der Traktor hinter mir war etwas ungeduldig, da ich nicht ausweichen konnte und ständig Gegenverkehr kam, konnte er nicht überholen. Und was macht man, wenn man nicht überholen kann? Richtig , hupen! Nun ist so eine Trecker-Hupe, die etwa 2m hinter mir gezündet wird nicht gerade leise, ich hab mich tierisch verjagt, am Lenker gerissen, die Grasnarbe touchiert und über den Lenker abgestiegen. Mich hat’s ganz schön zerlegt, Knie und Ellenbogen aufgeschürft, und meine Hand tat auch weh, aber was soll’s, also bin ich langsam und gemütlich nach Hause geradelt. Als ich zuhause meine Handschuh aber von der Hand zog, sah ich den Grund für die Schmerzen: Ganz außen war ein schöner Knick in der Hand, sodass mein kleiner Finger deutlich nach unten zeigte. Das Röntgenbild in der Notaufnahme zeigte dann, dass ich mir den 5. Mittelhandknochen gebrochen hatte. Dementsprechend wurde ich direkt einkassiert und in der Klinik behalten, nächsten morgen operiert und dann noch bis Freitag nachmittag dort behalten.
Im Nachhinein: alles gut, hätte viel schlimmer kommen können! Meine Hand ist auf dem Weg der Besserung, schlepp ich jetzt halt ein bisschen Metall mit mir rum, so what.

Training ist dementsprechend mau: letzten Sonntag war ich 12km mit nem 7:00 min/km Pace unterwegs, heute 10km mit 6:30 min/km Pace in Barfuß-Schuhen. Ansonsten war nichts mit Training, ich hoffe aber, dass ich das bald nachholen kann. In jedem Fall ändert sich nichts am Ziel für M13, am 6. Oktober werde ich trotzdem unter 4 Stunden bleiben. Dafür habe ich in den paar Tagen Auszeit meine weiteren Projekte konkretisiert: Projekt 70.3 für 2014 und Projekt Roth für 2015. Alles wird gut, oder wie war das noch?

M13: 5. Nehlsen-Triathlon

Sonntag früh, blauer Himmel, Sonnernschein, gibt’s was schöneres? Ich bin dann heute früh ab nach Grambke, hab meine Startunterlagen abgeholt und mein Rad eingecheckt, hab meine Schuhe am Rad vorbereitet und mich schon ein bisschen eingestimmt. Matze hat mir kurzfristig noch mit einem improvisierten Startnummernband geholfen, da ich bei SportZiel einfach mal Mist mitgenommen habe und mein altes irgendwie versollen ist. Hat aber super funktioniert, danke! Die obligatorische Wettkampfbesprechung fand nciht wie geplant 20min vor dem Start, sondern 2min vor dem Start statt, durch die Anzahl der Teilnehmer und die Abwesenheit eines Mikro- oder Megaphons hab ich nur die Hälfte verstanden, aber passte schon. Dann nur schnell Schwimmkappe und -brille auf und es knallte auch schon der Startschuss.

Schwimmen (500m):
Dass ich jetzt eher so mau im Schwimmen bin, war ja schon vorher klar, aber wie verschissen anstrengend das ist hatte ich irgendwie verdrängt. Nach ein paar vergeblichen Kraul-Versuchen bin ich beim Brustschwimmen geblieben und kam somit echt abgekämpft als drittletzter oder so aus dem Wasser. Der See hat echt viel Algen und anderes Gestrüpp, was da behindert hat, aber größtes Problem war einfach meins mangelndes Schwimmtraining, sowohl was Technik als auch Kondition angeht.
Zwischenzeit: 14:14 min (Zeiten aktualisiert gemäß Davengo)

Radfahren (20km):
Der erste Wechseln hat super geklappt, ich kam echt schnell in Socken und Radschuhe, dann nur schnell Startnummer und Helm, weiter geht’s. Ich war ganz gut aus der Puste, Schwimmen war echt anstrengend, aber als ich mein Rad dann aus der Wechselzone geschoben habe, ging’s eigentlich wieder, dort bin ich dann aufs Rad gesprungen und fast wieder runter gefallen. Irgendwie hatte sich die Schaltung (Robson’s Rad übrigens, danke auch dafür) ganz blöde verstellt und die Kette klemmte fest. Drei Versuche habe ich gebraucht bis ich endlich aufsteigen und losfahren konnte. Super nervig und ätzend, aber vielleicht hat mir das nochmal ein wenig Potential in die Beine gebracht, ich hab meinen Frust dann einfach auf der Radstrecke weggetreten.
Gleich am Anfang der Strecke waren zwei ziemlich enge Kurven, danach war die Strecke wenigstens einigermaßen breit und weitläufig, da es aber eine Wendestrecke war, waren in Kurven Mittellinien eingezeichnet, die es nciht zu überfahren galt. An sich kein Thema, aber hin und wieder gab es auf der Strecke so viele Schlaglöchern und Schotter, dass das Fahren echt anstrengend und unangenehm wurde. Zwei oder drei Teilnehmer konnte ich auf der Radstrecke überholen, meist war ich aber ziemlich einsam unterwegs. Die enge am Anfang hatte ich schon vergessen und verdrängt gehabt, als ich dort auf dem Rückweg wieder ankam, da hätte es mich beinahe zerlegt, da ich doch etwas zügiger auf den Übergang von Asphalt zu Kies in dieser Kurve zugefahren bin, hat aber alles sturzfrei geklappt.
Das zweite Wechseln klatte auch recht gut und zügig, auch wenn ich kein Schnellschnürsystem habe. Beinahe wär ich an meinem Stellplatz in der Wechselzone vorbeigehastet, aber das Team stand am Rand und hat mich lautstark begrüßt, so hab ich das dann doch problemfrei gefunden.
Zwischenzeit: 43:01 min (20km Rad plus beide Wechsel)

Laufen (5,6km):
Die ersten 2km waren echt hart! Meine Oberschenkel waren müde vom Rad und so ein bisschen steckte auch noch das Möbelschleppen vom Vortag drin. Besonders schlimm war nach etwa einem Kilometer ein kleiner Hügel, der hat echt nochmal weh getan, aber kurz vor dem Wendepunkt der Laufstrecke erholten sich meine Beine und gewöhnten sich an die andere Belastung. Also habe ich dort das Tempo angezogen, beim Wendepunkt noch schnell einen Schwamm und einen Becher Wasser abgegriffen, den Becher aber nach ein zwei Minischlucken wieder abgeworfen, da aus Plastikbechern trinken beim Laufen einfach Mist ist. An diesem Punkt konnte ich dann nochmal so 5 oder 6 Läufer überholen. Teilweise waren die Wege auch hier auch ziemlich querfeldein, fast schon wie beim Crosslauf. Auf dem Rückweg war der Hügel dann nicht so schlimm und ich habe nochmal ein wenig an der Temposchraube gedreht. Das Schild mit der Aufschrift „5km“ irritierte mich ein wenig, denn ich hatte irgendwie nur 5km im Kopf, die letzten 600m hatte ich wohl überlesen oder schlicht ignoriert, so habe ich die dann als Endpsurt genutzt. Im Ziel wollte mein Chiparmband irgendwie nicht am Zeitnehmer piepen und so musste ich nochmal ein paar Meter zurück, aber was soll’s, auf die 10 Sekunden kommt’s dann auch nciht an.
Zwischenzeit: 28:09 min (das wäre eine Pace von 5:01 min/km)

Nehlsen

Gesamtzeit: 1:25:25
Ich bin, naja, sagen wir fast zufrieden. Laufen war gut, die Zeit ist super. Fahrrad war auch ok, 43min inkl. beider Wechsel und der Aktion mit der Kette sollte wohl den erhofften 30er Schnitt geknackt haben. Schwimmen war eine Katastrophe, zwar erwartungsgemäß, aber dennoch irgendwie deprimierend. Ich werde ab November mal suchen, ob ich nicht vielleicht nen Kurs oder so mache, über den Winter muss ich daran unbedingt arbeiten, sonst wird das nichts mit Projekt 70.3 in 2014. Ja, jetzt hab ich’s auch im Blog verraten, nächstes Jahr wird es weiter gehen. Also quasi höher, schneller, weiter. In diesem Sinne: ich geh dann mal das Wetter genießen, nä?

M13: schnelles Rad-Training

Ich bin zwar gestern nicht MdRzA, habe es aber noch geschafft, abends schnell eine kleine Runde auf dem Rad zu drehen. Das waren 30km mit einem schnitt von 27,8km/h, womit ich durchaus zufrieden bin. Vielleicht ist ja Sonntag in der Wettkampf-Situation echt ein 30er-Schnitt drin, schaunmermal, nä

M13: Unterwegs auf fremden Felgen

..und fremdem Rahmen und so, denn Rob war so nett mir sein Bike zu leihen, während er gesundheitsbedingt zu Hause sitzt. War mal was anderes auf dem Fitnessbike, ist irgendwie ja doch schon was anderes, hab ich echt unterschätzt. Klar, das ganze ist natürlich ne Ecke moderner, leichtgängiger und hochwertiger als meine Mühle, aber eben auch ungewohnt, daher waren meine Zeiten jetzt auch nicht atemberaubend.

Ich habe eine schöne Runde von 59km abgerissen, wovon die ersten 40km echt super waren, auch von der Planung her. Ich wollte aber nicht so schnell wieder zurück und noch einen kleinen Schlenker anhängen, und dabei, naja, hab ich mich erstmal schön verfahren. Erst Kopfsteinpflaster bergauf, dann Schotterweg, dann mitten durch ein Wohngebiet, weil zu blöd, das hat natürlich nochmal den Schnitt ordentlich nach unten gezogen. Egal, hat ja ganz gut geklappt, so insgesamt gesehen.
Bei Kilometer dreißig dachte ich mir übrigens: „Mensch, ganz schön dunkel geworden, ob ich wohl noch trocken zurück komme?“ Keine dreißig Sekunden später war ich bis aufs Knochenmark nass. Mit so großen platschenden Tropfen, die auf den Helm trommeln, mit so Wasser, das sich auf der Straße auftürmt, weil es nicht schnell genug abfließen kann. Ich habe aber überlegt, dass ich nur auskühle, wenn ich stehen bleibe und bin halt volles Mett weitergefahren, was auch die richtige Entscheidung war, denn 10 Minuten später war der Spuk vorbei und Sonnenschein und Fahrtwind haben meine völlig durchnässten Sachen getrocknet, nur aus meinen Schuhen war ein „ftsch, ftsch“ zu hören, aber passt shcon, nä?

Screenshot_2013-07-03-20-12-02

Morgen will ich MdRzA, hoffe das klappt auch so, denn abends ist wieder mal Kartfahren angesagt! Ich freu mich drauf. Freitag abend werd ich nochmal ein bisschen trainieren, dann ist Sonntag Triathlon und ab nächste Woche wird wieder anständig trainiert, sprich 5mal die Woche.

M13: Deprimierender Wiedereinstieg

Weniger als 100 Tage noch bis zum Marathon! Das heißt im Prinzip Endspurt, aber ich muss mich erstmal sammeln, bevor ich spurten kann. Das Wakeboarden am Montag hat mir dann doch ganz schön heftig die Hüfte zerlegt gehabt, ich konnte diese Woche echt nicht trainieren, mein Plan mit 5 Trainingseinheiten pro Woche ist damit erstmal wieder etwas nach hinten gerückt. Gas geben muss ich aber auf jeden Fall.

Heute wollte ich dann nach einer knappen Woche Pause wieder einsteigen und hab mich aufs Fahrrad geschwungen. Ich habe leider echt üble Atemprobleme gehabt, ich fühlte mich wie im schlimmsten Frühling. So sind es nur 25km geworden, die zweite Hälfte im Schneckentempo, es ging einfach gar nichts. Mal sehen, wie es mir morgen geht, heute war echt schlimm.

M13: Amtliche Warnung vor Windböen

Bei einem auffrischenden Wind sind vor allem in Schauernähe Windböen mit Geschwindigkeiten bis 60km/h aus Süd bis Südwest zu erwarten.

Am Arsch! Trotzdem knapp 65km Kilometer abgerissen, etwa die Hälfte davon mit Rob, danke Mann, wneigstens haben wir die Scheiße gemeinsam durchgestanden. Es war so beschissen windig! Immer wieder war es streckenweise ok, dann fährst du plötzlich einfach gegen eine Wand aus Luft! LUFT! Wieso ist das denn so anstrengend gegen Luft anzukämpfen? Naja, wurscht, Schnitt war für den Wind eigentlich sogar ok, also was soll’s.

Mein heißgeliebtes Nexus hingegen hat mich heute um so mehr aufgeregt. Irgendwann zwischendurch hat es einfach die Mobilfunkverbindung verloren und sich nicht wieder verbunden, sehr merkwürdig. Größer wurde das Problem dann aber später, als ich mit dreißig Sachen so unglücklich über eine Wurzel, die den Asphalt hochdrückte, fuhr und mein Nexus aus meiner Armhalterung direkt auf eben diesem Asphalt krachte. Jetzt habe ich halt nicht ein Display, sondern ein paar hundert Displayteile. Funktionieren tut’s noch, aber meine Fresse beschissen sieht’s aus und die kleinen Scherben nerven auch bei der Bedienung. Bin sauer. That is all.