70.3: Intervall-Training

Wenn es abends so dunkel und neblig ist, hab ich irgendwie wenig Lust so ganz ewig draußen rumzulaufen, also heißt die logische Konsequenz: Intensität steigern, um das Training zu verkürzen. Nach 10min gemütlichem Einlaufen bin ich dann heute 10mal je 1min schnell und 1min gemütlich gelaufen. Dabei habe ich versucht die schnellen Intervalle auch wirklich schnell zu laufen, deutlich über meinem Wohlfühl-Tempo. Eigenltich hatte ich mir vorgenommen, die letzten beiden schnelle Intervalle volles Mett reinzutreten und alles zu geben, aber ich bin mit dem Zählen irgendwie nicht mehr mitgekommen und hab’s dann irgendwie verpennt. Danach noch gemütlich 10min auslaufen zum runterkommen, alles taco. War spaßig, kurzweilig und trotzdem anstrengend. Ich glaube generell sollte ich solche Intervalle häufiger einbauen, um mein allgemeines Tempo anzuheben, mal schauen, wie das passt.

Seit gestern abend bastele ich an der Saisonplanung 2014. Das Jahr wird pickepacke-voll mit Events, ich freue mich richtig drauf. Ich hoffe, dass ich am Wochenende alles soweit vorbereitet habe, dass ich das online stellen kann. Ich will ohnehin ein zwei Kleinigkeiten am Blog ändern, aber dazu dann mehr am Wochenende (wenn ich dann vom Lauf mit mindestens 20km berichte…).

70.3: Das sind keine 20km….

Boah bin ich aus der Form gekommen. Ich war aber echt faul die letzte Zeit, zumindest was das Training angeht. Egal, heute also in die Schuhe und ab dafür, insgesamt etwas schneller als ich wollte, aber so richtig bremsen konnte ich mich nur auf dem Deich, als mir der Wind ins Gesicht blies. Insgesamt eine schöne Runde, aber nach etwa der Hälfte der Strecke merkte ich schon, dass ich wieder Blasen an den Fußinnenseiten bekomme. So war mir dann auch wurscht, dass am Ende nur 19,2km auf der Uhr standen, denn auf noch einen kleinen Schlenker hatte ich keine Lust, dafür taten dann die Füße zu sehr weh.

Zwischen durch hat mein Telefon wohl irgendwie Mist gemacht, angeblich soll ich die Kilometer 13 und 14 mit 4:19 bzw. 3:43 min/km Pace gelaufen sein. Äh ja neee, is klaar. Ich habe mir aber nochmal die aufgezeichnete Strecke angeschaut und auf den ersten Blick sieht es so aus, als wären die km-Marker auch in etwa einen Kilometer auseinander. Andererseits kommt sowas ja wohl kaum zustande, weil die Uhr falsch lief… Naja, ich weiß es nicht, ist aber auch egal.

Erkenntnisse: So ganz ohne Training geht es eben doch nicht, der Socken macht den Unterschied und ich brauche ein neues Mobiltelefon.

70.3: Gemütlich durch die Dunkelheit

Meine Güte, ist das dunkel draußen, wenn die Sonne untergegangen ist. Gefühlt ist es ja ohnehin nur noch drei Stunden am Tag hell, direkt danach ist es aber auch gleich so, als würde man in einer Höhle stehen. Trotzdem habe ich mich heute Abend mal wieder in die Laufschuhe geschwungen und habe eine kleine gemütliche Runde absolviert. Nichts spannendes, am Ende waren 11km mit einem recht konstanten 6:00er Pace auf der Uhr. Schön war’s aber dennoch, der leichte Nieselregen war ganz angenehm und ich hatte auch die richtige Kleidung gewählt, nicht zu kalt und nicht zu warm.

Die Dunkelheit birgt aber auch Tücken, denn trotz meiner Stirnlampe, mit der ich ein wenig nach Minenschlumpf aussehe, konnte ich nciht immer zweifelsfrei erkennen, wo Weg und wo Wiese war. Auch Autofahrer scheinen mit der Dunkelheit überfordert zu sein, einer fuhr aus seiner Auffahrt auf den Fußweg und schaute mich völlig verdutzt an, zugegeben, mit der hellen Stirnlampe, reflektierenden Streifen in Shirt und Hose und roten Positionslichtern an beiden Oberarmen bin ich natürlich auch schwer zu erkennen… Da hilft nur Kopfschütteln und einen Bogen um das Auto herum laufen.

Mein Zwischenziel, bis Ende Januar jede Woche einen Lauf von mindestens 20km hinzulegen, steht weiterhin. Wo ich den Lauf allerdings diese Woche noch bis Sonntag unterbringe, ist mir selbst gerade noch nicht ganz klar, aber laufen werde ich auf jeden Fall. Gestern habe ich mich auch nochmal mit Marathons im Frühjahr auseinander gesetzt und mich dann gegen den Hamburg-Marathon entschieden. Ich bin nicht so sicher, ob ich Lust habe, mit 15.000 Läufern zu starten. Ich habe mir jetzt den Vivawest-Marathon durch Gelsenkirchen, Essen, Gladbeck und Bottrop angeschaut und werde mich vermutlich dafür anmelden. Die Strecke erscheint mir sehr schön und letztes Jahr waren es wohl etwa 1200 Teilnehmer, das klingt doch schon deutlich angenehmer.

70.3: Passiert da auch was?

Ja, da kündigt der Heavy ganz vollmundig ein neues Projekt an, berichtet stolz von einer Woche Radfahren und dann ist Ruhe. Was da los ist, frag ich mich selbst! Zugegeben, ich war faul, allerding noch deutlich schreibfauler als trainingsfaul. Zwar sind auch nur zweimal Radfahren, drei Läufe und 4 Kraft-Ausdauer-Einheiten im Fitnessstudio dabei rumgekommen, aber immerhin mehr, als bei der Stille im Blog zu erwarten wäre.

Um mich selbst wieder ein bisschen mehr anzutreiben, werde ich künftig wieder etwas mehr schreiben, denn da merke ich immer recht schnell, wenn mein Trainingspensum wieder einbricht. Um zumindest mein Laufpensum einigermaßen abzustecken, habe ich mir vorgenommen in den nächsten zehn Wochen, also bis Ende Januar, jede Woche einen Lauf von mindestens 20km zu absolvieren. Fahrradtraining wird nicht viel dabei sein, vielleicht ein bisschen nach Lust und Laune im Studio oder bei gutem Wetter auf dem Deich. Schwimmen ist nach wie vor ein Problem, ich schaffe es nicht so recht, mich vernünftig aufzuraffen, schon gar nicht allein. Mal sehen, wie ich das angehe.

Ich habe mich jetzt schon mal ein wenig mit dem Abschluss des Projekts 70.3 befasst, denn am Ende wird natürlich ein Wettkampf stehen, genauer gesagt ein Mitteldistanz-Triathlon, also 1,9km Schwimmen, 90km Radfahren und ein Halbmarathon. Wenn ich jetzt so ganz grob überschlage, käme ich auf etwa 5:45 Stunden, also setze ich mir mal 5:30 als Zielzeit, das dürfte irgendwo zwischen realistisch und ambitioniert liegen, vielleicht korrigiere ich das aber nochmal.
Jetzt stellt sich ja aber die Frage: Wo und wann nehme ich am Wettkampf teil? Ich hab mal ein paar Möglichkeiten zusammengetragen. Gerne höre ich dazu Input von euch, denn ich würde mich natürlich wahnsinnig freuen, euch wieder an der Strecke zu sehen.

Mögliche Wettkämpfe, an denen ich gerne teilnehmen würde:
Ironman 70.3 Wiesbaden, 10. August 2014

Pro: Riesen-Event, Europameisterschaft
Contra: Sehr weite Anreise, Datum*

Nordseeman Wilhelmshaven, 10. August 2014

Pro: „Günstig“, kurze Anreise
Contra: Kleines Event, Datum*

Cologne226 Half (Köln), 7. September

Pro: Mehr Zeit zur Vorbereitung, Großes Event
Contra: Recht weite Anreise

Ironman 70.3 Rügen, 14. September 2014

Pro: Mehr Zeit zur Vorbereitung
Neutral: Neues Event, vermutlich aber recht groß
Contra: Recht weite Anreise

* – Am 10. August findet auch der City-Triathlon Bremen statt, bei dem ich gerne die olympische Distanz als Vorbereitung mitmachen würde.

Wettkämpfe, die ich mir nochmal genauer ansehen muss:
BERLIN TRIATHLON XL – 3. August
Half ICAN Nordhausen – 24. August

Wettkämpfe, die zu 99% nicht in Frage kommen:
Challenge Half Kraichgau – zu früh (15 Juni)
Ironman 70.3 Berlin – recht früh (20. Juli)
Green Hell Triathlon – Weite Anreise, heftige Radstrecke, unkonventionelle Distanz, aber eigentlich reizvoll
Challenge Half Mallorca – recht spät (18 Oktober), weite, komplizierte Anreise

70.3: Erstmal ein bisschen Radfahren

Willkommen zum Nachfolger von Projekt M13. Ich habe mir vorgenommen, nach dem Marathon nicht gleich wieder mit Sport aufzuhören, wie es mir ja schon einmal passiert ist, sondern dran zu bleiben und mich weiter zu fordern. Daraus ist die Idee zu Projekt 70.3 entstanden, was genau das bedeutet, werde ich im nächsten Eintrag erläutern, denn hier geht es erstmal um die ersten Trainingseinheiten für 70.3, die nämlich bereits absolviert sind.

Genau eine Woche nach dem Marathon bin ich mit Robson in einen Flieger gen Mallorca gestiegen, um eine Woche Radurlaub dort zu verleben. Also habe ich mir die Nacht schön mit dem Ironman Hawaii um die Ohren geschlagen (war übrigens super interessant) und bereits um 9 Uhr begrüßte uns Mallorca mit 25° und Sonnenschein. Richtig schön, immerhin hab ich auch schön länger nicht mehr richtig Urlaub gemacht gemacht, da machen Palmen direkt was her! Kurzer Bustransfer ins Hotel, schnell einchecken und dann sind wir direkt in den Radshop, der direkt ans Hotel angeschlossen liegt. Wir wurden sehr nett empfangen und nahmen unsere (wirklich guten) Räder und unser Begrüßungspaket entgegen. Die Räder konnten wir dann direkt im Keller des Hotels anschließen, das übrigens direkt am Strand gelegen und frisch renoviert ist. Unser Blick vom Balkon ging über den Pool hinweg direkt aufs Meer, ziemlich nice!

Auspacken, kurz ausruhen, Sachen zurechtlegen und was macht man dann? Klar, der ein oder andere wäre jetzt an den Pool oder den Strand gegangen, wir sind aber auf die Räder gehüpft, um diese ein wenig kennen zu lernen und schon mal ein klein wenig einzurollen. Ich sitze kaum richtig im Sattel, da blinkt mir der kleine Rad-Tacho an Lenker entgegen: 27…29..31… km/h! Ja, sag mal, ist der denn richtig eingestellt? runtastic hat uns später verraten, der ist tatsächlich richtig eingestellt! Es ist halt doch etwas anderes auf einer modernen Carbon-Schüssel als auf meinem alten Stahl-Koloss. Unsere kleine Tour zeigte jedenfalls schon mal, dass die Gegend wirklich ganz schön ist. Unser Hotel lag in Ca‘ Picafort, wir sind ein kleines bisschen nach Norden nach Port d’Alcudia geradelt. Es wurde dann auch nur eine kleine Runde, etwa 29km, aber da wurde auf jeden Fall der Wunsch im Körper groß, ordentlich Rad zu fahren.
Am Abend wurden dann alle Radgäste begrüßt und die Tourenleiter vorgestellt, ich war mir irgendwie unsicher, denn ich wollte mich zwar fordern, aber auch nicht überfordern und möglicherweise als Volltrottel da stehen, der sich übernommen hat.

Am Montagmorgen startete dann also die erste Tour, alle Gruppen versammelten sich vor dem Radshop und der Guide der schnellsten Gruppe schraubte nochmal die Geschwindigkeitsangaben etwas nach unten, also ich spontan in diese Gruppe gewechselt, Rob wollte in der Hobbygruppe mitfahren. Nachdem die Gruppen etwas getrennt waren, gab es dann nochmal eine ganz kurze Einweisung: es wird Zweierreihe gefahren, wir bleiben zusammen, Zeichen werden durchgereicht und so was halt. Dann ging’s ab aufs Rad und keine 4km weiter überholten wir auch schon Rob’s Gruppe, die am Straßenrand stand und offensichtlich einen Unfall hatte. Ich hatte das in dem Moment nicht richtig gesehen, tatsächlich war Rob sogar darin verwickelt, ihm ist aber aber (nahezu) nichts passiert, eine andere aus der Gruppe hatte es aber völlig zerlegt: Krankenhaus, Operation kompliziert und besser in Deutschland machbar, Rückflug. All das erfuhr ich aber erst später bei der Mittagspause, wo wir die Gruppe dann noch kurz trafen. Das Fahren war in der Gruppe zügig, aber angenehm, da ich viel im Windschatten lutschen konnte, nur an Steigungen kam ich ganz schön an meine Grenzen. Auf jeden Fall hat es schon mal wahnsinnig Spaß gemacht und so war das alkoholfreie Erdinger beim Einkehren in einem Cafe direkt am Strand dann auch wirklich verdient. Übersicht Montag:
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Am Dienstag wachte ich morgen mit den Überresten meiner Erkältung, die ich mir nach dem Marathon zugezogen habe, auf. Ich hustete, meine Bronchien waren belegt, mir ging es ganz schön beschissen. Nach dem Frühstück legte sich das zum Glück, aber irgendwie war ich mir unsicher, ob ich so die Anstiege auf der hetigen Tour schaffen würde, also bin ich lieber in Rob’s Gruppe gewechselt. Dort war die Stimmung trotz Unfall am Vortag hervorragend, die Leute waren alle super nett (zum Teil waren die Teilnehmer in der ambitionierten Gruppe doch etwas verbissen und verkniffen) und soooo sonderlich viel langsamer waren wir hier auch nicht unterwegs, also alles tutti. Vormittags war es noch etwas windig, aber dann wurde das Wetter auch wieder absolut traumhaft. Hier zog sich das Feld an Anstiegen aber deutlich mehr auseinander und so wurde immer am Gipfel von jedem Hügel gewartet, bis wieder alle beisammen waren, das wurde auch immer wieder betont: jeder fährt seinen Stiefel und es wird keiner zurückgelassen. Anstiege habe aber den ganz großen Bonus, dass es irgendwann auch wieder runter geht, hier haben wir das Waschbrett kennengelernt, eine Strecke der ziemlich asphaltiert ist und über 10km mit kleinen Wellen bergab führt. Es hieß hier: freies Fahren, also habe ich mich klein gemacht, so aero wie eben möglich und hab getreten was die Beine hergaben. Zusammen mit einem anderen bin ich dann diese Strecke hinuntergebügelt, immer im Wechsel der Reihenfolge, um den Windschatten schön zu nutzen. Meine Güte, hat das Laune gemacht. Als Abschluss der Tour sind wir dann wieder am Strand eingekehrt, ich habe aber nach einem schnellen Erdinger einen Abflug gemacht, hab die Rad- gegen Laufschuhe getauscht und bin noch eine kleine Runde laufen gegangen. Waren am Ende dann nur ganz gemütlich 5km, denn es wurde ganz schön sonnig und heiß, aber die andere Bewegung in den Beinen war schon ganz gut. Übersicht Dienstag:
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So ganz richtig frei waren meine Atemwege auch am Mittwochmorgen nicht und da es mir ohnehin ziemlich gut gefallen hatte, bin ich wieder mit Rob in Willi’s Gruppe gefahren, denn hier dürfte es bereits hügelig genug werden. Kurz vor Mittag sind wir am Rande des Örtchens Petra einen kleinen Anstieg hoch, den Rob mit drei anderen als Anlass sah, lieber den Marktplatz von Petra auszusuchen und dort auf uns zu warten. Der Rest hat sich dann auf die rund 3km lange Strecke zur Wallfahrtskirche Bonany gemacht, die natürlich oben auf einem Berg gebaut wurde. Der Anstieg war echt heftsch, zweimal habe ich echt gedacht: „OK, wenn nach dieser Kurve kein Ende in Sicht ist, steig ich ab!“ Am Ende bin ich aber in einem Rutsch hoch und habe das Wasser aus dem Brunnen sehr genossen, der die Sonne brannte wirklich erbarmungslos herunter. Die Mittagspause in Petra war danach mehr als verdient. AUf dem Rückweg haben wir noch eine Radrennbahn besucht, aber den Berg und die vergangen Tage steckten in den Beinen, sodass keine Leistung mehr rauszuholen war. Lustig war es dennoch, einmal auf so einer Bahn zu fahren. Übersicht Mittwoch:
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Der Donnerstag war dann der Ruhetag, den Rob und ich lieber am Strand als auf dem Rad verbrachten. Das herrliche Wetter lud sogar zu zwei kleinen Sprüngen ins Meer ein, das Wasser war nach kurzer Eingewöhnung schon echt angenehm. Eigentlich wollte ich noch ein kleines Triathlon-Programm einlegen, aslo Schwimmen, radeln und laufen am Stück, aber es war so warm und ich war ganz schön geschafft, außerdem wartete ja bereits die Königsetappe auf uns.

Freitag begann unsere Tour bereits eine halbe Stunde früher als üblich los, denn es sollte mal richtig in die Berge gehen.Bis zur ersten Mittagspause sind wir einigermaßen flach an die Berge im Norden der Insel herangefahren und haben dann im Örtchen Bunyola auf knapp 200m Höhe kurz Pause gemacht, denn danach kam ein langgezogener Anstieg zum Coll d’Honor mit seinen 550 Metern über NN. Hier war es nicht ganz so steil wie nach Bonany hoch, aber Kilometerum Kilometer immer ein paar Prozent Steigung zu radeln ist schon echt hart. Danach ging es durch enge Serpentinen ein bisschen auf und ab nach Orient und kurz dahinter hieß es wieder „freie Fahrt“, was ich erneut voll auskostete. Diese Strecke war allerdings deutlich kurviger und damit nicht ganz so schnell, aber es ging auch nur bergab. War auf jeden Fall ein Riesenspaß. Nach einer zweiten Mittagspause in Biniamar traten wir dann den Rückweg an, auf dem wir dank dem herrlichen Rückenwind nochmal ordentlich Tempo gemacht haben, das Bier am Abend schmeckte natürlich wieder herrlich! Übersicht Freitag:
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„Locker ausrollen ist was anderes!“ hörte ich immer wieder als Kommentar zur Strecke am Samstag. Sonderlich kürzer war die Strecke tatsächlich nicht, aber ich fand das schon ok so, schließlich bin ich ja zum Fahrradfahren da. Schade war allerdings, dass die Tour hauptsächlich entlang von stärker befahrenen Schnellstraßen verlief. Der Berg auf dem Weg nach Artà war dann noch ein letztes mal eine Herausforderung bis es am Nachmittag dann zum Putzen der Räder ging, natürlich erst nach einem Bier, ist doch klar! Leicht wehmütig haben wir dann also die Räder abgegeben und ich bin wenigstens noch einmal in den Hotelpool gehüpft, aber damit war der sportliche Teil unserer Reise endgültig beendet. Danach gab es nur noch nette Gespräche bei reichlich Getränken! Übersicht Samstag:
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Der Rückflugtag war dann ganz entspannt und es hat alles so super geklappt wie auch an allen Tagen zuvor. Insgesamt eine wirklich schöne Reise und ich bin absolut angefixt, ich könnt mich glatt daran gewöhnen so etwas jedes Jahr zu machen! Etwas mehr Laufen hatte ich mir eigentlich vorgenommen, aber passt schon, das kann ich auch hier nachholen, denn jetzt geht’s weiter mit Projekt 70.3, diese Woche war quasi der Auftakt.

M13: Morgen geht’s los

Gestern konnte ich mich nicht dazu durchringen noch einmal schwimmen zu gehen, wäre vielleicht gut gewesen, aber was soll’s. Heute früh habe ich dann ein letztes Mal meine Muskeln gelockert: 5km in Marathon-Tempo, danach knapp 2km lockeres traben. Meine Beine fühlten sich wieder etwas schwer an, merkwürdig, letzte Woche fühlte ich mich deutlich fitter. Jetzt, also direkt nach dem Laufen, fühle ich mich allerdings auch schon wieder deutlich besser. Vielleicht war es wirklich nur Müdigkeit, ich werde heute auf jeden Fall früh schlafen gehen.

Ich möchte jetzt noch einmal auf das letzte Jahr zurückblicken, denn Projekt M13 hat mir in dieser Zeit echt viel bedeutet. Ich glaube auch, dass es mir persönlich ganz schön viel gebracht hat, ganz abgesehen vom sportlichen. Anders als in meiner Marathon-Vorbereitung vor 7 Jahren habe ich diesmal alles allein durchgezogen, ohne Trainer, ohne Trainingspartner. Wenn ich nicht ständig meine Erlebnisse, meinen Frust und meine Euphorie hier hätte niederschreiben können, immer mit dem Wissen, dass das auch tatsächlich jemand liest, dann hätte ich wohl irgendwann aufgegeben. Ohne euch wär ich also heute nicht so weit, und dafür möchte ich jedem, der das hier liest schon einmal danken. Ihr seid das beste Team, das ich mir wünschen kann!

Ich habe in den letzten 12 Monaten aber auch ganz schön trainiert, insgesamt bin ich rund 1050km gelaufen und 1150km mit dem Rad gefahren. Das sind zumindest die Daten, die bei runtastic stehen, ein paar Einheiten sind da nicht dabei. Das hätte noch deutlich mehr sein können, aber ich war mehrfach zu faul, um wirklich zu trainieren und der Bruch meines Mittelhandknochens hat mich auch etwas zurückgeworfen. Trotzdem: ich bin zufrieden und fest überzeugt, dass mein Training für morgen ausreicht.

Ich freue mich auf morgen, auch wenn ich ein wenig Angst vor dem Mann mit dem Hammer und der Vierstundenmarke habe. Übrigens, falls mich jemand sucht: ich bin der mit der 712 auf der Brust und dem Heavy-T-Logo auf dem Rücken.
Liebe Startnummern 963, 841 und 3626: Euch (und natürlich allen anderen Läufern) wünsche ich viel Spaß, viel Erfolg und bitte bleibt verletzungsfrei!
Allen Zuschauern wünsche ich eben soviel Spaß, bitte unterstützt jeden Läufer, ich freu mich auf euch!

M13: Noch drei Tage

Seit gestern habe ich Urlaub! eigentlich wollte ich auch schon gestern gelaufen sein, aber ich war einfach zu müde. Heute Nacht habe ich mich also mal so richtig ausgeschlafen, trotzdem war ich morgens nicht wirklich gut erholt. Trotzdem habe ich mich gezwungen zu laufen, schön gemütlich 11km. Naja, schneller wäre auch kaum drin gewesen, erst ganz am Ende habe ich überhaupt zu Form gefunden, anfangs dachte ich mir hätte jemand Blei an die Beine gebunden. Ich werde bis Sonntag also noch eine ganze Menge essen und schlafen müssen, das sind sicher die zwei wichtigsten Aktivitäten für die nächsten Tage. Einen Mini-Lauf und einmal Schwimmen will ich aber versuchen mit in die Tagesplanung einzubauen.

Für Sonntag werde ich auch nochmal über die Kleidungsfrage grübeln müssen. Ich dachte eigentlich, ein Kompressionsshirt mit dem Heavy-T-Shirt drüber wäre super, aber heute war der Wind teilweise echt biestig. Ich habe andererseits wenig Lust mit langen Ärmeln zu laufen. Hüftabwärts ist es da einfacher, Lauftights und Kompressionsstrümpfe. Der Sonnenschein draußen ist da echt trügerisch, wenn man davon etwas abbekommt ist es super angenehm warm, aber wehe im Schatten erwischt dich eine Windböe, dann hast du echt das Gefühl, dein verschwitztes Shirt friert gleich am Körper fest… Abwarten, wie sich das Wetter bis Sonntag entwickelt, wird wohl das beste sein.

M13: 18km entspannen

Das ist ja echt nochmal schön draußen! Der Wind ist zwar etwas kälter, aber der Sonnenschein ist wirklich traumhaft. Und so habe ich mich dazu entschlossen, heute noch einmal ein etwas längeres Training, dafür aber ganz gemütlich anzugehen. Dabei sind dann knapp 18km durch die Wümmeniederungen herausgekommen. Ganz gemütlich mit einem Tempo bei etwa 6:25 min/km. Ab etwa der Hälfte hat meine rechte Ferse etwas gepiekst, aber das war dann auch nur halb so schlimm. Nach etwas mehr als 15km hat sich aber mein Telefon und damit auch die Aufzeichnug in runtastic verabschiedet, da steckte heute Nacht das Ladekabel wohl nicht richtig drin. Egal, das Laufen war richtig schön entspannend und ich habe die frische Luft und den Sonnenschein wirklich genossen.

Sieben Nächte noch! Ich bin richtig heiß!

M13: Aktive Regeneration

Irgendwie ist es merkwürdig, wenn man den Lauf genau dann zum ende führt, wenn man eigentlich so richtig in die Wohlfühlphase kommt. Ich brauche ja immer ein wenig, bis ich mich so richtig eingelaufen habe und alle Systeme rund arbeiten. Heute war mein Lauf schon fast wieder vorbei, als dieser Punkt erreicht war. Insgesamt war ich knapp 9km unterwegs, etwa 6km in der Mitte mit Marathontempo von 5:40 min/km bzw. minimal schneller. Alles tutti, alles locker.

Übrigens war auch das Wetter toll, auch wenn es nur um die 13° waren. Blauer Himmel und Sonnenschein haben den Lauf richtig angenehm gemacht. Ich hoffe ja, dass es nächsten Sonntag auch so aussieht, ein paar Wolken sind auch ok, aber vielleicht irgendwas zwischen 12 und 16 Grad, heiter, das wäre echt super. Regen wäre echt schlimm, gar nicht so sehr beim Laufen, aber bei Regen bleiben die Zuschauer weg und ohne Zuschauer ist der Marathon halt nichts. Das ganze lebt davon, dass am Straßenrand Menschen stehen, die ihren Läufern, aber auch allen anderen die vorbeikommen, zujubeln. Tut mir bitte den Gefallen, wenn ihr an der Strecke seid, bitte unterstützt jeden Läufer! Gerade gegen Ende ist das die Unterstützung, die einen ins Ziel trägt.

Weniger als 10 Tage noch!

M13: Oberschenkel strapazieren im Oberharz

Öfter mal angedacht, jetzt endlich spontan durchgeführt: Robson und ich haben uns auf den Weg in den Harz gemacht, um ein wenig die Räder am Berg zu testen. Oder die eigenen Fähigkeiten. Oder das Fehlen eben solcher. Der Weg ist natürlich ganz schön weit, „nur“ um mal eben ein bisschen Rad zu fahren, aber ganz ehrlich: das hat sich richtig gelohnt. Zunächst ging es nach Altenau, wo wir die Räder vom Auto geschnallt und uns in die Radklamotte geworfen haben. Danach ging’s los.

Vom Glockenberg in Altenau runter in den Ort, unten sind es etwa 460 Höhenmeter über NN, locker 50m tiefer als der Glockenberg, da gab es also zur Einstimmung schon mal einen nette Runde Berg-runterrollen für Anfänger. Dann über die Landstraße in Richtung Torfhaus in rund 810m Höhe. Bereits die ersten Ansätze von Steigung haben volles Rohr reingeknallt, meine Güte, am Berg bin ich echt ne Niete. Immerhin habe ich mich durchgerungen, die Strecke komplett zu radeln, auch wenn ich auf knapp 11km drei Pausen einlegen musste, Robson hatte da weniger Puste und hat einige Passagen das Rad neben sich schieben müssen. Kurz vor Ende der Tortur gab es dann die erste Belohnung, ein langgezogenes Bergab-Stück, herrlich! Oben dann die zweite Belohnung, die freie Sicht auf den Brocken… ach ne, der war in einer Wolke versteckt…

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Bis hierhin habe ich mich echt gequält, ich muss zugeben, dass ich die Steigung zwar hart, aber nicht so hart eingeschätzt hatte. runtastic hat eine durchschnittliche Steigung von 7% errechnet, maximal sollen es 17% gewesen sein, dabei sind wir insgesamt 423 Höhenmeter aufwärts gefahren, nur 130 bergab. Zu der Zeit, die runtastic da anzeigt kommen noch 22min Pausen.

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Nach einer kurzen Verschnaufpause haben wir dann den weiteren Weg angetreten. Von Torfhaus in Richtung Braunlage zum Oderteich, dann über Sonnenberg zurück nach Altenau. Zunächst ging hier die Strecke mal leicht rauf, mal leicht runter, alles im Rahmen von vielleicht so 100 Höhenmetern. Nach zwei drei netten kleinen Abfahrten kam dann eine lang gezogene Steigung, laut Karte sollen das nur 50m sein, die es hoch ging, aber es war echt steil und es zog sich wie Gummi. An der erlösenden Bergkuppe habe ich dann erstmal auf einem Baumstumpf Rast gemacht und auf Rob gewartet, der hier wieder den Schiebemann einlegen musste. Ich geb ja zu, ich war auch kurz davor abzusteigen, aber mein Ehrgeiz kam durch und hat mich in die Pedale treten lassen. Die Belohnung lag aber direkt hinter der Bergkuppe: Die aalglatte Straße verliert auf 3km Länge über 200 Höhenmeter. Rollen lassen, den Fahrtwind genießen, einfach herrlich. Ich habe dabei nochmal deutlich den technischen Unterschied unserer Räder gemerkt, denn Rob sauste bergab mit seiner Carbon-Schüssel regelrecht an mir vorbei, währen ich bei höherem Tempo hauptsächlich gegen Reibungswiderstände treten musste. Das letzte Stück führte dann über die Landstraße durch den Wald nach Altenau, hauptsächlich bergab, alles recht locker.

Zurück am Auto haben wir uns dann kurz beraten, wie und ob wir weitermachen wollten. Die Entscheidung fiel auf lockeres ausrollen im Ort und einkehren. So sind dann nochmal etwas mehr als 10km gemütlich ins Okertal und eine Stärkung in Form von Currywurst/Pommes zusammengekommen. Das letzte Stück im Ort konnten und wollten wir dann aber beide nicht mehr strampeln und haben die Räder über die abkürzende Treppe nach oben auf den Berg bugsiert.

Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug, ziemlich anstrengend, aber auf jeden Fall wiederholungsbedürftig. Für Mallorca steht nach dieser Tour aber wohl fest, dass wir dort getrennte Wege gehen, auch wenn ich mir gar nicht so viel mehr zutraue als er, unser Leistungsniveau geht halt schon etwas auseinander, gerade am Berg. Wir werden sehen, wie’s läuft, vor allem, ob ich nach dem Marathon überhaupt anständig Fahrrad fahren kann. Bis dahin ist ja aber noch etwas hin. Ich mach jetzt erstmal wieder eine künstlerische Pause bin zum Wochenende und lege dann eine kleine Laufeinheit ein.